Betroffenenperspektive im Zentrum:
Engagement für Aufarbeitung, Schutz und Unterstützung
Als eine Konsequenz aus der im September 2018 veröffentlichten Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (DBK) hat die DBK einen Betroffenenbeirat auf Bundesebene berufen, der – nach pandemiebedingten Verzögerungen - seine Arbeit im November 2020 aufnahm.
Damit soll die Einbindung von Betroffenen sexualisierter Gewalt weiter ausgebaut und institutionalisiert werden. Das geschieht in dem Bewusstsein, dass das Erfahrungswissen und die Perspektive der Betroffenen, die großes Leid und Unrecht durch Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Kirche erfahren haben, unverzichtbar sind für die Bekämpfung von sexuellem Missbrauch und Gewalt und für die Unterstützung von Betroffenen.
Die Mitglieder des Betroffenenbeirats arbeiten ehrenamtlich und vertreten die Interessen und Perspektiven der Betroffenen gegenüber der Deutschen Bischofskonferenz. Dabei unterstützen sie auch die Betroffenenbeiräte der deutschen Diözesen und tragen damit zu deren Vernetzung bei.